Streuobstgenussschein®- Vergaberat Projektförderung einberufen

Mit Wirkung des 10.12.2015 Tages beruft der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern Dr. Till Backhaus den Vergaberat „Projektförderung Streuobstgenussschein MV“ ein.

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas! Sie finden aus diesem Grund Berücksichtigung in verschiedenen Strategien zum Erhalt der Artenvielfalt. Dies gilt auch für Mecklenburg-Vorpommern: hier wurde im Dezember 2012 das Konzept „Erhalt und Entwicklung der Biologischen Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern“ veröffentlicht, in dem Streuobstwiesen eine wesentliche Rolle zur Erreichung der Ziele zugestanden wird.

Nach der Waldaktie und den MoorFutures ist der Streuobstgenussschein® das dritte Wertpapier
für Ökosystemleistungen, mit dem nicht nur in MV sondern auch überregional nachhaltige Prozesse unterstützt werden.

Der Erwerb eines Streuobstgenussscheins® kostet 10€ und steht für eine einjährige Pflege eines Obstbaumes. Für zehn Streuobstgenussscheine® fördern wir die fachgerechte Pflanzung eines Obstbaumes. Die durch den Verkauf von Streuobstgenussschein eingenommenen Gelder fließen in einem von der Akademie für Nachhaltige Entwicklung verwalteten Pool. In dem fachlich versierten Vergaberat entscheiden Pomologen, Obstbauer, Pädagog_innen, Imker und Projektmanager über
die Verwendung der Mittel.

Um eine Mindestqualität bieten zu können, wurde der Streuobstgenussschein-Standard entwickelt. Die hier aufgeführten Kriterien basieren u. a. auf den Erfahrungen mit Standards auf dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt. Geregelt wird u. a.:

  • Die Zusätzlichkeit: die mit Hilfe des Streuobstgenussschein finanzierten Projekte müssen zusätzlich sein. Eine (Teil-)Finanzierung etwa im Rahmen von Eingriffs- und Ausgleichsregelungen vorgeschriebener Projekte ist nicht möglich.
  • Die Permanenz: die unterstützten Projekte sind auf Dauer angelegt und können nicht kurzfristig wieder rückgängig gemacht werden. Anderenfalls müssen die Mittel wieder zurück gezahlt werden.
  • Die Nachhaltigkeit: die Anlage von Streuobstwiesen darf nicht zur Einschränkung anderer Ökosystemleistungen führen. So ist beispielsweise die Unterstützung der Anlage von Streuobstwiesen auf trocken gelegten Mooren ausgeschlossen.
  • Die Vertrauenswürdigkeit: die unterstützten Standorte sollen grundsätzlich für Interessierte (insbesondere für Investoren) erlebbar gestaltet werden. Dies kann u. a. über die Durchführung von Saftfesten und ähnlichen Aktivitäten erfolgen. Damit ist der Streuobstgenussschein konkret und erlebbar und verliert seine Anonymität (im Unterschied beispielsweise zu anonymen Naturschutzspenden).
  • Die Eindeutigkeit: jeder verkaufte Genussschein trägt eine Nummer und ist eindeutig dem Investor zuzuordnen. Im Kontext der Kohlenstoffmärkte spricht man in diesem Zusammenhang von einem Stilllegungsregister.

Mit dem Erwerb des Genussscheins werden keine direkten Ernterechte o. ä. erworben. Der Streuobstgenussschein® ist steuerlich gesehen eine Spende und sichert somit indirekt die Genussrechte der zukünftigen Generationen.
Projektbeteiligte:
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern | Stiftung Akademie für Nachhaltige Entwicklung | Pomologen-Verein e.V, Landesgruppe MV und AG Obstgehölzepflege | Förderverein Bützower Land e.V. | Melimalum, Mosterei und Imkerei |
IG Comthurey Wokuhl-Dabelow
Weitere Informationen:
Ulrike Gisbier
Akademie für Nachhaltige Entwicklung
Mecklenburg-Vorpommern
Neue Wallstrasse 12, 18273 Güstrow
Telefon: 03843/776906
E-Mail: ulrike.gisbier@nachhaltigkeitsforum.de
Internet: www.nachhaltigkeitsforum.de
http://www.nachhaltigkeitsforum.de/neuigkeiten/artikel/streuobstgenussscheinR-vergaberat-projektfoerderung-einberufen/

Lernen auf der Wiese Ingmar Kruckelmann  ERziehungsschnitt Dreetz

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