„Verschlungene Wege ins Moor“ Neue Bildungsimpulse für Nachhaltige Entwicklung

27./28.2.2018 | Jugendherberge Güstrow und Wildpark MV|

Flyer zum Ausdrucken

Übersicht Wildpark

Obwohl Moore in der Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns mit etwa 13 % der Landesfläche reichlich vorhanden sind, ist nur ein kleiner Teil als intaktes, nasses Moor sichtbar. Die überwiegende Mehrzahl der Moore sind entwässerte, durch den Menschen umgenutzte Wirtschaftsflächen und auf den ersten Blick nicht als Moore erkennbar. Hinzu kommt, dass Moorlandschaften bei einigen Menschen mit Bildern eines bedrohlichen, gruseligen und unnahbaren Naturraums verbunden sind.

Um sich unseren Mooren im Land anzunähern, muss man sie sehen und erleben lernen: Am besten geht das bei einer Wanderung durch das Moor selbst. Durch Achtsamkeitsübungen, Experimente des „freien Schreibens“ und in Auseinandersetzung mit künstlerischen Impulsen zum Moor werden wir in einen persönlichen Reflexionsprozess einsteigen. Was zeichnet Moore aus? Was können wir von und in Mooren alles lernen? Was prägte gestern, was prägt heute Landschaften?

Im zweiten Teil des Workshops werden Formate der Bildungsarbeit, u.a. Methoden des kreativen Schreibens und des Improvisationstheaters, vorgestellt und ausprobiert. Eine vertiefte und ganzheitliche Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Moores als Lebensraum und für den Klimaschutz soll so möglich werden. Der Vernetzung untereinander und dem Austausch der Teilnehmenden werden hierbei ausreichend Raum gegeben.

Moore bieten zahlreiche Anknüpfungsmöglichkeiten auch für den Schulunterricht: beim Thema Klimaschutz, Landnutzungskonflikte, Naturschutz, Wasserkreisläufe etc. Fast jede Schule findet ein Moor in der Nähe, um ganz praktisch Unterricht draußen durchzuführen. Der Workshop richtet sich deshalb auch an Lehrerinnen und Lehrer, die diesen Naturraum als Unterrichtsthema entdecken und für sich erschließen möchten.

Das Moor als Gegenstand ist hierbei auch aus einem anderen Grund sorgsam ausgewählt: Moore sind der größte Kohlenstoffspeicher aller terrestrischen Ökosysteme, sie speichern doppelt so viel Kohlenstoff in ihren Torfen wie in den Wäldern weltweit enthalten ist. Werden Moore entwässert, wird aus dem Kohlenstoffspeicher eine Treibhausgasquelle. Ihre Bedeutung für den Klimaschutz ist somit kaum zu unterschätzen: Von trocken gelegten Mooren gehen rund 30% der Treibhausgasemissionen MVs aus – und damit mehr als vom Verkehr oder durch private Haushalte.

Programm

Dienstag, 27.2.2018

bis 12:30 Uhr | Anreise und Mittagessen | Jugendherberge

13:30 Uhr Vorstellung und Einführung in den Workshop | Wildpark MV

14:00 Uhr Moorwanderung – Wahrnehmungsübungen, literarische und ökologische Impulse zum Moor

16.00 Uhr Pause / Gesprächszeit /Rückkehr zur Jugendherberge

16:30 Uhr Freies Schreiben – Arbeiten mit eigenen Wahrnehmungen

18.30 Uhr Abendessen

20.00 Uhr Resonanz- und Feedbackrunde

 Mittwoch, 28.2.2018

09.00 Uhr Improvisation – Warm-up, szenische Darstellung in Kleingruppen, Resonanz- und Feedbackrunde

11.00 Uhr Wissenstransfer – Entwicklung in eigene Bildungsarbeit-, Kleingruppen-Arbeit und Sharing

13.00 Uhr Mittagessen / Workshopende

Referentin: Dr. Uta Berghöfer |Studierte Geographie an der Universität Bonn. Promotion Landschaftsökologie (TU München). Montessori-Pädagogin. Freie Wissenschaftlerin und Autorin. Entwickelt Projekte an der Schnittstelle von Natur und Kunst. Initiatorin des „Moortheaters“ (Malchin). www.moortheater.de

 Koordinierung: Servicestelle „Klimaschutz trifft Biodiversität“
Henrik Manthey, Ulrike Gisbier
Tel.: 03843 776906
www.nachhaltigkeitsforum.de

Ort: DJH Jugendherberge Güstrow
Anzahl der Teilnehmenden: 12-16 | Teilnehmerbeitrag: 30,- €

Anmeldungen bis zum 20.02.2018  bitte per E-Mail an:
anmeldung@nachhaltigkeitsforum.de

Das Seminar ist vom IQ M-V als Lehrerfortbildung anerkannt. Diese Veranstaltung wird als Fortbildung für NUN- Zertifizierte und Antragssteller empfohlen.

Aufgrund der hohen Bedeutung der Moore für den Klimaschutz wird der Workshop im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Projekt „Mehr Moorschutz durch MoorFutures. Klimaschutz trifft Biodiversität“ durchgeführt. Eine Veranstaltung der Akademie für Nachhaltige Entwicklung MV, des Vereins Freunde Fritz Greve und des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit dem DJH-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.

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